El rapto en el serrallo



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ZWEITER AUFZUG

(Garten am Palast des Bassa Selim. An

der Seite Osmin Wohnung)
OSMIN

Gift und Dolch!


BLONDE

O des Zankens,

Befehlens und Murrens

wird auch kein Ende!


OSMIN

Pss! Sei still. Geh'ins Haus

Ins Haus, sag'ich!
BLONDE

Denkst du alter Murrkopf etwa,

eine türkische Sklavin vor dir zu haben?

Oh, da irrst du dich sehr!

mit europäischen Mädchen

begegnet man ganz anders.


N.8 Arie
Durch Zärtlichkeit und Schmeicheln,

Gefälligkeit und Scherzen

Erobert man die Herzen

Der guten Mädchen leicht.


Doch mürrisches Befehlen,

Und Poltern, Zanken, Plagen

Macht, daß in wenig Tagen

So Lieb' als Treu' entweicht.


OSMIN

Zärtlichkeit? Schmeicheln?

Wer, Teufel, hat dir das Kopf gesetzt?

Wir in der Türkei.

Ich dein Herr, du meine Sklavin.

Du hast doch wohl nicht vergessen,

daß dich der Bassa

mir zu Sklavin geschenkt hat?


BLONDE

Bassa hin, Bassa her!

Mädchen sind keine

Ware zum Verschenken!

ich bin eine Engländerin,

zur Freiheit geboren,

und trotze jedem,

der mich zu etwas zwingen will!


OSMIN

Freilich,

wenn ich Pedrillo wär', so ein.
BLONDE

Erraten, guter Alter,

Pedrillo lieber ist

als dein Blasbalggesicht.


OSMIN

Gift und Dolch!

Den Augenblick hinein ins.
BLONDE

Mach mich nicht lachen.


N.9 Duett
OSMIN

Ich gehe, doch rate ich dir,

den Schurken Pedrillo zu meiden.
BLONDE

Fort, pack' dich nicht mit mir,

Du weißt ja, ich kann es nicht leiden.
OSMIN

Versprich mir...


BLONDE

Was fällt dir da ein!


OSMIN

Zum Henker!


BLONDE

Fort, laß mich allein!


OSMIN

Wahrhaftig, kein Schritt von der Schwelle,

Bist du zu gehorchen mir schwörst.
BLONDE

Nicht soviel, du armer Geselle,

Und wenn du der Großmogul wärst.
OSMIN

O Engländer! Seid ihr nicht Toren,

Ihr laßt eueren Weibern den Willen!

Wie ist man geplagt und geschoren,

Wenn solch eine Zucht man erhält!
BLONDE

Ein Herz so in Freiheit geboren

Läßt niemals sich sklavisch behandeln;

Bleibt, wenn schon die Freiheit verloren,

Noch stolz auf sie, lachet der Welt!
Nun troll' dich!
OSMIN

So sprichst du mit mir?


BLONDE

Nicht anders!


OSMIN

Nun bleib' ich erst hier!


BLONDE

(stößt ihn fort)

Ein andermal! Jetzt mußt du gehen.


OSMIN

Wer hat solche Frechheit gesehen!


BLONDE

(stellt sich, als wollte sie ihm

die Augen auskratzen)

Es ist um die Augen geschehen,

Wofern du noch länger verweilst!
OSMIN

(furchtsam zurückweichen)

Nur ruhig, ich will ja gern gehen,

Bevor du gar Schläge erteilst!
(Er geht ab. Konstanze tritt auf)
BLONDE

Wie traurig Konstanze daherkommt!


N.10 Rezitativ und Arie
KONSTANZE

Welcher Wechsel herrscht in meiner Seele

Seit dem Tag, da uns das Schicksal trennte.

O Belmonte, hin sind die Freuden,

Die ich sonst an deiner Seite kannte!

Banger Sehnsucht Leiden

Wohnen nun dafür in der beklemmten Brust.
Traurigkeit ward mir zum Lose,

Weil ich dir entrissen bin.

Gleich der wurmzernagten Rose,

Gleich dem Gras im Wintermoose,

Welkt mein banges Leben hin.
Selbst der Luft darf ich nicht sagen

Meiner Seele bittern Schmerz,

Denn, unwillig ihn zu tragen,

Haucht sie alle meine Klagen

Wieder in mein armes Herz.
BLONDE

Ach, mein bestes Fräulein,

noch immer so traurig?
KONSTANZE

Kannst du fragen?

Keine Nachricht, keine Hoffnung!

Und morgen...


BLONDE

Fassen Sie Mut!

Hoffen Sie...

Wir kommen gewiß

noch in unsere Heimat.

Dort seh'ich den Bassa.


(Blonde ab. Selim tritt auf))
SELIM

Nun, Konstanze, denkst du meinem

Begehren nach?

Der Tag ist bald verstrichen.

Morgen mußt du mich lieben oder...
KONSTANZE

Herr,


ich werde stets so denken wie jetzt,

dich verehren, aber... lieben? Nie!


SELIM

Und zu zitterst nicht vor der Gewalt,

Die ich über dich habe?
KONSTANZE

Sterben ist alles,

was ich zu erwarten habe.
SELIM

Nein! Nicht sterben,

aber Martern von allen Arten...
N.11 Arie
KONSTANZE

Martern aller Arten

Mögen meiner warten,

Ich verlache Qual und Pein.

Nichts soll mich erschüttern.

Nur dann würd' ich zittern,

Wenn ich untreu könnte sein.

Laß dich bewegen, verschone mich!

Des Himmels Segen belohne dich!

Doch du bist entschlossen.

Willig, unverdrossen,

Wähl ich jede Pein und Not.

Ordne nur, gebiete,

Lärme, tobe, wüte,

Zuletzt befreit mich doch der Tod.
(Konstanze ab)
SELIM

Ist das ein Traum?

Wo hat sie auf einmal den Mut her,

sich so gegen mich zu betragen?

Hat sie vielleicht Hoffnung,

mir zu entkommen?

Ha, das will ich verwehren!

Doch das ist's nicht,

dann würde sie sich

eher verstellen,

mich einzuschläfern suchen.

Ja, es ist Verzweiflung!

Mit Härte Richt ich nichts

aus - mit Bitten auch nicht -,

also, was Drohen und Bitten

nicht vermögen,

soll die List zuwege bringen.
(Selim ab. Blonde und Pedrillo treten auf)
PEDRILLO

Pts! Pts! Blondchen!

Ist der Weg rein?
BLONDE

Komm nur. Komm.

Was hast du denn?
PEDRILLO

O Neuigkeiten, Neuigkeiten,

die dich entzücken werden.

Belmonte, ist gekommen,

und ich hab ihn unter dem Namen

eines Baumeisters hier im Palast eingeführt.


BLONDE

Ha, das muß Konstanze wissen!


PEDRILLO

Hör nur erst.

Er hat ein Schiff hier

in der Nähe in Bereitschaft,

und wir haben beschlossen,

euch diese Nacht zu entführen.

Um Mitternacht kommt

Belmonte mit einer Leiter

zu Konstanzes Fenster,

ich zu dem deinigen,

und dann geht's Heidi, davon!
BLONDE

O vortrefflich!

Aber Osmin?
PEDRILLO

Hier ist ein Schlaftrunk

für den alten Schlaukopf,

den misch ihm fein

manierlich ins Getränk, verstehst du?

Ich habe dort auch schon

ein Fläschchen angefüllt.

Geht's hier nicht,

wird's dort wohl gehen.
BLONDE

Sorg nicht für mich!

Aber kann Konstanze

ihren Geliebten nicht sprechen?


PEDRILLO

Sobald es vollends finster ist,

kommt er hier in de Garten.

Nun geh und bereite Konstanze vor;

ich will hier Belmonte erwarten.

Leb wohl, Herzchen, leb wohl!


N.12 Arie
BLONDE

Leb wohl, guter Pedrillo!

Ach, was werd ich für Freude anrichten!
Welche Wonne, welche Lust

Regt sich nun in meiner Brust!

Voller Freuden will ich springen,

ihr die frohe Nachricht bringen;

und mit Lachen und mit Scherzen

ihrem schwachen, kranken Herzen

Freud und Jubel prophezein.
(Blonde ab)
N.13 Arie
PEDRILLO

Ah, daß es schon vorbei wäre,

daß wir schon auf offner See wären,

unsre Mädels im Arm und

dies verwünschte Land im Rücken hätten!

Doch sei's gewagt;

entweder jetzt oder niemals!

Wer zagt, erliert!


Frisch zum Kampfe, frisch zum Streite!

Nur ein feiger Tropf verzagt.

Sollt' ich zittern, sollt' ich zagen?

Nicht mein Leben mutig wagen?

Nein, ach nein, es sei gewagt!

Nur ein feiger Tropf verzagt.

Frisch zum Kampfe! Frisch zum Streite!
(Osmin tritt auf)
OSMIN

Ha! Geht's hier so lustig zu?

Es muß dir verteufelt wohl gehen.
PEDRILLO

Das haben die Pedrillos

von jeher in ihrer Familie gehabt.

Fröhlichkeit und Wein

versüßen die härteste Sklaverei.

Wahrhaftig, da hat euer Vater Mahomet

einen verzweifelten Bock

geschossen, daß er euch

den Wein verboten hat.

Wenn das verwünschte

Gesetz nicht wäre,

du müßtest ein Gläschen mit mir trinken,

du möchtest wollen oder nicht.
OSMIN

Wein mit dir?

Ja, Gift -
PEDRILLO

Immer Gift und Dolch,

und Dolch und Gift!

Laß doch den alten Groll

und sei vernünftig.

Sieh einmal,

ein Paar Flaschen Cyperwein!

Ah! Die sollen mir

trefflich schmecken!
OSMIN

Wenn ich trauen dürfte?


PEDRILLO

Das ist ein Wein!

Das ist ein Wein!
OSMIN

Kost einmal die große Flasche auch.


PEDRILLO

Denkst wohl gar, ich habe Gift hineingetan?

Pfui, Osmin, sollst dich schämen!

Da nimm!


Oder willst du die kleine?
OSMIN

Nein, laß nur!

Aber wenn du mich verrätst -


ACTO SEGUNDO

(Jardín en el palacio del bajá Selim.

A un lado se divisa la casa de Osmín)
OSMÍN

¡Veneno y puñal!


BLONDE

¿Es que no van a terminar nunca

los enfados, el mal humor

y las quejas?


OSMÍN

¡Cállate y entra en casa!

¡Entra en casa!
BLONDE

¿Piensas acaso, viejo gruñón

que tienes ante ti

una de esas estúpidas esclavas turcas?

¡Te equivocas! A las muchachas

europeas debes tratar de otra forma


N.8 Aria
Con cariño y mimos,

con complacencia y bromas,

se conquista rápidamente el corazón

de las buenas muchachas.


En cambio, órdenes adustas,

alborotos, disputas y molestias hacen

que en muy pocos días tanto el amor

como la fidelidad se desvanezcan.


OSMÍN

¿Cariños? ¿Mimos?

Pero ¿quién te ha metido

esas tonterías en la cabeza?

En Turquía:

¡Yo soy el amo y tú la esclava!

¿No recuerdas que fue el mismo bajá

quien te dio a mí como esclava?


BLONDE

¡El bajá por aquí, el bajá por allí!

¡Las muchachas

no somos objetos de regalo!

¡Yo soy inglesa,

nací libre

y desafío a quien

quiera obligarme a hacer algo!


OSMÍN

¡Claro, si yo fuera

como ese marioneta de Pedrillo!...
BLONDE

¡Acertaste, buen viejo!

Prefiero al humilde Pedrillo

que a tu cara de globo.


OSMÍN

¡Veneno y puñal!

¡Entra ahora mismo en casa!
BLONDE

¡No me hagas reír!


N.9 Dúo
OSMÍN

Me voy, pero te aconsejo que evites

al sinvergüenza de Pedrillo.
BLONDE

Anda, lárgate y no me des órdenes.

Ya sabes que no puedo soportarlo.
OSMÍN

Prométeme...


BLONDE

¿Y ahora que pasa?


OSMÍN

Al verdugo...


BLONDE

¡Largo, déjame sola!


OSMÍN

Por Alá que no me iré

hasta que me jures obediencia.

BLONDE

Ni hablar de eso, pobre infeliz,

ni aunque fueras el Gran Mogol.
OSMÍN

¡Ingleses! ¿No son unos necios?

¡Dejan a la mujer hacer su voluntad!

¡Un hombre se ve burlado y vejado

cuando se encuentra con alguien así!
BLONDE

Una muchacha nacida en libre no se

maneja como si fuera una esclava;

y aunque haya perdido la libertad,

sigue siendo la reina del mundo.
¡Y ahora lárgate!
OSMÍN

¿Así osas hablarme?


BLONDE

Así, y no de otro modo.


OSMÍN

¡Pues me quedo aquí!


BLONDE

(empujándole)

¡Otra vez! Debes de irte ahora mismo.


OSMÍN

¡Quién ha visto semejante osadía!


BLONDE

(haciendo intención de sacarle

los ojos)

¡Tus ojos lo pagarán muy caro

si te quedas un instante más!
OSMÍN

(retrocediendo con temor)

Calma, me voy ante de que

se te escape algún golpe.


(Osmín sale y entra Constanza)
BLONDE

¡Qué triste viene Constanza!


N.10 Recitativo y Aria
CONSTANZA

¡Que agitación reina en mi alma

desde que el destino nos separó!

¡Oh Belmonte, han desaparecido

las alegrías que sólo a tu lado conocí!

Temerosos anhelos y sufrimientos

son los únicos habitantes de mi pecho.
La tristeza es mi destino

ahora que te he perdido.

Como la rosa, devorada por parásitos,

o como la hierba bajo la escarcha,

fluye mi triste vida hacia su fin.
Ni siquiera al aire me atrevo a confiar

el amargo dolor de mi alma,

y así el aire, que se niega a llevárselas,

vuelve a llenar con mis quejas

mi pobre corazón afligido.

BLONDE

¡Ay, señorita!

¿Porqué siempre tan triste?
CONSTANZA

¿Y tú me lo preguntas?...

Ninguna noticia, ninguna esperanza

y mañana...


BLONDE

¡Tened ánimo!

¡Tened esperanza!...

Estad segura de que volveremos

a la patria...

¡Por allí veo venir al bajá!


(Blonde sale y entra Selim)
SELIM

Y bien, Constanza,

¿qué has decidido sobre mi petición?

Casi ha terminado el día.

Mañana deberás amarme o si no...
CONSTANZA

Señor,


mañana seguiré pensado como hoy:

os respeto, pero ¿amaros? ¡Jamás!


SELIM

¿Y no tienes miedo de lo que

podría hacerte?...
CONSTANZA

¿Morir?


No me importa, lo deseo.
SELIM

¡No! Nada de muerte,

sino martirios, sufrimientos...
N.11 Aria
CONSTANZA

Puede que me aguarden

toda clase de martirios, pero

desprecio el dolor y el sufrimiento.

Nada me moverá.

Lo único que me haría temblar

llegaría a ser infiel.

¡Ten piedad y perdóname!

¡La bendición del cielo será tu premio!

Estás encerrado en ti mismo.

De buena gana, elijo gustosa

todo dolor y sinsabor.

Ordena ahora lo que quieras; manda.

¡Grita, enfurécete, indígnate!

Al final, me liberará la muerte
(Constanza sale)
SELIM

¿Estoy soñando?

¿De dónde saca tanto valor

para enfrentarse a mí?

¿Tendrá acaso

la esperanza de huir?

¡No, nunca lo consentiré!

Pero no, no es eso.

Ella está tratando

únicamente

de conmoverme,

está desesperada.

Por la fuerza

no voy a conseguir nada

y con las súplicas tampoco,

así pues

recurriré a la astucia.
(Selim sale, Blonde y Pedrillo entran)

PEDRILLO

¡Pst! ¡Pst! ¡Blondinita!

¿Está libre el camino?
BLONDE

¡Sí, ven, ven!

¿Qué sucede?
PEDRILLO

Ha ocurrido algo

que te gustará.

¡Belmonte está aquí!

Yo lo he introducido en el palacio

haciéndole pasar por un arquitecto.


BLONDE

¡Corro a decírselo a Constanza!


PEDRILLO

¡Escúchame primero!

Él tiene un barco,

aquí en el puerto,

y ya está todo listo para

raptaros esta misma noche.

A la media noche

Belmonte y yo

colocaremos una escalera

bajo vuestra ventana y ¡zas!

¡Nos largaremos a todo correr!

BLONDE

¡Maravilloso!

Pero...¿y Osmín?
PEDRILLO

Aquí tengo una pócima

que le hará dormir,

la mezclaré con esta bebida...

¿Entiendes?

También llenaré

aquella otra botella,

Si no bebed de esta,

lo hará de la otra.
BLONDE

¡Buena idea!

¿Cuándo podrá hablar

Constanza con su amado?


PEDRILLO

En cuanto sea noche cerrada,

vendrá aquí, al jardín.

Ahora vete y prepara a Constanza

que yo esperaré a Belmonte aquí.

¡Adiós tesoro, adiós!


N.12 Aria
BLONDE

¡Hasta pronto querido Pedrillo!

¡Oh, qué alegres noticias voy a llevar!
¡Qué delicia, qué placer,

reina ahora en mi pecho!

Llena de felicidad quiero saltar

y llevarle las buenas noticias.

Y, entre risas y bromas,

Llevar a su débil y enfermo corazón

mis profecías de pronta liberación.
(Blonde sale)
N.13 Aria
PEDRILLO

¡Ojalá estemos pronto

en alta mar,

con las muchachas entre los brazos

y esta maldita tierra a la espalda!

¡La suerte está echada,

ahora o nunca!

¡Quién duda está perdido!


¡Listos para la lucha, para el combate!

Sólo los cobardes necios desfallecen.

¿Temblaré, acaso? ¿Tendré miedo?

¿No me jugaré valerosamente la vida?

¡No y no!

¡La suerte está echada!

¡Listos para la lucha, para el combate!
(Osmín entra)

OSMÍN

¡Caramba! ¿Te diviertes, no?

¡Qué contento te veo!
PEDRILLO

Eso es lo han hecho

durante toda la vida

los Pedrillos de mi familia.

Con buen humor y vino

la esclavitud es más soportable.

Desde luego vuestro padre Mahoma

escogió un camino equivocado

al prohibiros el vino.

Si no fuera por esa estúpida ley,

te beberías, de buena gana,

un vasito de vino

conmigo ¿verdad?
OSMÍN

¿Beber vino contigo?...

Sí, veneno...
PEDRILLO

¡Siempre veneno y puñal

puñal y veneno!

Abandona tus recelos

y déjate llevar.

¡Mira, aquí tengo dos botellas

de vino de Chipre!

¡Ah, qué bien

me van a saber!
OSMÍN

¡Si pudiera confiar en ti!


PEDRILLO

¡Es vino!

¡Es un vino magnífico!
OSMÍN

Bebe también de la otra botella


PEDRILLO

¿Crees que te voy a envenenar?

¡Caramba, Osmín,

debería darte vergüenza!

¿O prefieres beber de esta otra?
OSMÍN

¡Está bien!

Pero si me traicionas...



N.14 Duett
PEDRILLO

Immer frisch!

Mahomet liegt längst

Auf'm Ohr und hat nötiger zu tun,

Als sich um deine Flasche Wein

zu bekümmern.


Vivat Bacchus! Bacchus lebe!

Bacchus war ein braver Mann!


OSMIN

Ob ich's wage? Ob's ich trinke?

Ob's wohl Allah sehen kann?
PEDRILLO

Was hilft das Zaudern? Hinunter, hinunter!

Nicht lange, nicht lange gefragt!
OSMIN

Nun wär's geschehen, nun wär's hinunter!

Das heiß' ich, das heiß' ich gewagt!
BEIDE

Es leben die Mädchen,

die Blonden, die Braunen!

Sie leben noch!


PEDRILLO

Das schmeckt trefflich!


OSMIN

Das schmeckt herrlich!


BEIDE

Ah! das heiß' ich Göttertrank!

Vivat Bacchus!

Bacchus lebe!

Bacchus, der den Wein erfand!
OSMIN

Das ist wahr - Wein - Wein -

ist ein schönes Getränk;

und unser großer Prophet

mag mir's nicht übelnehmen -

Gift und Dolch, es ist doch eine

hübse Sache um den Wein!

Nicht - Bruder Pedrillo?


PEDRILLO

Richtig, Bruder Osmin, richtig!


OSMIN

Man wird gleich so -

munter - so vergnügt -

so aufgeräumt! -

Hast du nichts mehr, Bruder?
PEDRILLO

Hör du, Alter!

Trink mir nicht zu viel,

es kommt einem in den Kopf.


OSMIN

Trag doch keine-

Sorge, ich bin so - so -

nüchtern wie möglich.

Aber das ist wahr -

es schmeckt - vortrefflich -


PEDRILLO

(für sich)

Es wirkt, Alter, es wirkt!


OSMIN

Aber verraten mußt du mich nicht ­

Brüderchen - verraten - denn -

wenn's Mahomet - nein, nein -

der Bassa wüßte -

denn siehst du -

liebes Blondchen -

ja oder nein!


PEDRILLO

Nun komm, Alter komm!

Wir wollen schlafen gehn!
OSMIN

Schlafen? -

Schämst du dich nicht? -

Gift und Dolch!

Wer wird denn so schläfrig sein -

es ist ja kaum Morgen -


PEDRILLO

Komm, komm, daß uns der Bassa

nicht überrascht!
OSMIN

Ja, ja - eine Flasche -

guter - Bassa - geht über - alles!

Gute Nacht! -

Brüderchen - gute Nacht.
(Osmin ab)
PEDRILLO

Gute Nacht -Brüderchen -

Du hast deine Ladung!
(Belmonte tritt auf)
BELMONTE

Pedrillo ist Konstanze noch nicht hier?


PEDRILLO

Eben komm sie da den Gang herauf.


(Konstanze und Blonde treten auf)
KONSTANZE

Belmonte!


BELMONTE

Konstanze!


KONSTANZE

Ist's möglich?

Dich wieder in meinen Armen -
N.15 Arie
BELMONTE

Wenn der Freude Tränen fließen,

Lächelt Liebe dem Geliebten hold.

Von den Wangen sie zu küssen

ist der Liebe schönster, größter Sold.
Ach, Konstanze! Dich zu sehen,

dich voll Wonne, voll Entzücken

an mein treues Herz zu drücken.

Lohnt fürwahr nicht Krösus' Pracht!


Ah, dieses sel'ge Wiederfinden

Läßt innig mich erst ganz empfinden,

Welchen Schmerz die Trennung macht.
Ich hab hier ein Schiff in Bereitschaft.

Um Mitternacht,

komm ich an dein Fenster,

und dann sei die Liebe unser Schutzengel!


KONSTANZE

Ich erwarte dich -


PEDRILLO

Also, liebes Blondchen,

Paß ja hübsch auf, hörst du's?
BLONDE

Sorge für mich nicht.

Das wär' das erste Abenteuer,

das ein Mädchen verschlafen hätte.


KONSTANZE

Wenn es aber nur glücklich abläuft!


BELMONTE

Die Liebe wird unsere Begleiterin sein.


N.16 Quartett
KONSTANZE

Ach, Belmonte! Ach, mein Leben!


BELMONTE

Ach, Konstanze! Ach, mein Leben!


KONSTANZE

Ist es möglich? Welch Entzücken,

Dich an meine Brust zu drücken

Nach so vieler Tage Leid!


BELMONTE

Welche Wonne, dich zu finden!

Nun muß aller Kummer schwinden!

O wie ist mein Herz erfreut!


KONSTANZE

Sieh, die Freudenträne fließen!


BELMONTE

Holde! Laß hinweg sie küssen!


KONSTANZE

Daß es doch die letzte sei!


BELMONTE

Ja, noch heute wirst du frei!


PEDRILLO

(zu Blonde)

Also Blondchen, hast's verstanden?

Alles ist zur Flucht vorhanden,

Um Schlag Zwölf sind wir da!


BLONDE

Unbesorgt! Es wird nichts fehlen,

Die Minuten werd' ich zählen,

Wär' der Augenblick schon da!


ALLE

Endlich schneit die Hoffnungssonne

Hell durchs trübe Firmament!

Voll Entzücken, Freud und Wonne

Sehn wir unsrer Leiden End'!
BELMONTE

Doch, ach! bei aller Lust

Empfindet meine Brust

Doch manch' geheime Sorgen!


KONSTANZE

Was ist es Liebster, sprich!

Geschwind, erkläre dich!

O halt mir nichts verborgen!


BELMONTE

Man sagt... man sagt... du seist...


(Belmonte und Konstanze sehen einander

stillschweigend und furchtsam an)
KONSTANZE

Nun weiter?


PEDRILLO

(zeigt, daß er es wage, gehenkt zu werden)

Doch Blondchen, ach, die Leiter!

Bist du wohl soviel wert?
BLONDE

Hans Narr, schnappt's bei dir über?

Ei, hättest du nur lieber

Die Frage umgekehrt.


PEDRILLO

Doch Herr Osmin...


BLONDE

Laß hören!


KONSTANZE

Willst du dich nicht erklären?


BELMONTE

Man sagt...


PEDRILLO

Doch Herr Osmin...


BELMONTE

Du seist...


PEDRILLO

Doch Herr Osmin...


KONSTANZE

Nun weiter?


BLONDE

Laß hören!


KONSTANZE

Willst du dich nicht erklären?


BELMONTE

Ich will. Doch zürne nicht,

Wenn ich nach dem Gerücht,

Das ich gehört, es wage,

Dich zitternd, bebend frage,

Ob du den Bassa liebst?


PEDRILLO

(zu Blonde)

Hat nicht Osmin etwan,

Wie man fast glauben kann,

zur Liebe dich gezwungen,

und ist ihm dies gelungen?

Dann wär's ein schlechter Kauf!


KONSTANZE

(zu Belmonte)

O wie du mich betrübst!


(Sie weint)
BLONDE

(zu Pedrillo)

Da, nimm die Antwort drauf!


(gibt dem Pedrillo eine Ohrfeige)
PEDRILLO

(hält sich die Wange)

Nun bin ich aufgeklärt!


BELMONTE

Konstanze, ach vergib!


BLONDE

(geht zornig von Pedrillo)

Du bist mich gar nicht wert!


KONSTANZE

(seufzend sich von Belmonte wegwendend)

Ob ich dir treu verblieb?


BLONDE

(zu Konstanze)

Der Schlingel fragt gar an,

Ob ich ihm treu geblieben.
KONSTANZE

(zu Blonde)

Belmonte sagte man,

Ich soll den Bassa lieben!
PEDRILLO

(hält sich die Wange; zu Belmonte)

Daß Blonde ehrlich sei,

Schwör' ich bei allen Teufeln!
BELMONTE

(zu Pedrillo)

Konstanze ist mir treu,

Daran ist nicht zu zweifeln!
KONSTANZE, BLONDE

Wenn unsre Ehre wegen

Die Männer Argwohn hegen,

Verdächtig auf uns sehn,

Das ist nicht auszustehn!
BELMONTE, PEDRILLO

Sobald sich Weiber kränken,

Daß wir sie untreu denken,

Dann sind sie wahrhaft treu,

Von allem Vorwurf frei!
PEDRILLO

Liebstes Blondchen, ach, verzeihe!

Sieh, ich bau' auf deine Treue

Mehr jetzt ja als auf meinen Kopf!


BLONDE

Nein, das kann ich dir nicht schenken,

Mich mit so was zu verdenken,

Mit dem alten, dummen Tropf!


BELMONTE

Ach, Konstanze! Ach, mein Leben!

Könntest du mir noch vergehen,

Daß ich diese Frage tat?


KONSTANZE

Belmonte, wie?

Du könntest glauben,

Daß man dir dies Herz könnt' rauben,

Das nur dir geschlagen hat?
PEDRILLO, BELMONTE

Ach, verzeihe!


BELMONTE, PEDRILLO

Ich bereue!


KONSTANZE, BLONDE

Ich verzeihe deiner Reue!


ALLE

Wohl, es sei nun Abgetan!

Es lebe die Liebe!

Nur sie sei uns teuer;

Nichts Fache das Feuer

Der Eifersucht an.




N.14 Dúo
PEDRILLO

¡Siempre receloso!

No te preocupes, tu Mahoma

hace rato que está acostado

y tiene cosas más importantes

que preocuparse por tu botella de vino


¡Viva Baco! ¡Viva Baco!

¡Baco era un hombre estupendo!


OSMÍN

¿Y si me atreviera? ¿Y si bebiera?

¿Acaso puede verme Alá?
PEDRILLO

¿De qué sirve vacilar? ¡Baja, baja!

¡No te hagas más de rogar!

OSMÍN

¡Bueno, ya estoy aquí, ya he bajado!

A eso lo llamo yo ser osado.

AMBOS

¡Vivan las muchachas,

las rubias y las morenas!

¡Vivan siempre!


PEDRILLO

¡Que bien sabe esto!


OSMÍN

¡Que delicioso es!


AMBOS

¡Ah, esto es bebida de dioses!

¡Viva Baco!

¡Viva Baco!

¡Viva Baco que descubrió el vino!
OSMÍN

¡Es cierto! El vino... el vino...

El Profeta me perdone

¡Es una bebida maravillosa!

¡Veneno y puñal!

¡El vino es una bebida maravillosa!

¿No es verdad,

hermano Pedrillo?


PEDRILLO

¡Es verdad, hermano Osmín!


OSMÍN

¡Me encuentro tan alegre...

tan despejado...

tan relajado!...

¿No tendrás más, hermano Pedrillo?
PEDRILLO

¡Cuidado viejo!

No bebas más

que se te subirá a la cabeza


OSMÍN

¡No te preocupes!

Estoy tan sereno

como el que más.

Es cierto...

¡Tiene un sabor tan excelente!...


PEDRILLO

(para sí)

¡Ya le está haciendo efecto!


OSMÍN

Hermanito, no debes traicionarme

pues si Mahoma...

¡Que digo Mahoma ,si el bajá!

Llegara a enterarse entonces...

¡ya me puedo despedir

de mi Blondinita!

¿No es cierto?


PEDRILLO

¡Vámonos, viejo, vámonos!

¡Vayamos a dormir!
OSMÍN

¿Ya a dormir?

¿No te da vergüenza?

¡Veneno y puñal!

¿Cómo puedes tener sueño

si apenas ha comenzado la mañana?...


PEDRILLO

¡Vamos, vamos, no vaya a ser que

el bajá nos sorprenda!
OSMÍN

Sí, sí el bajá...

¡La botella es lo mejor de todo!

¡Buenas noches!...

¡Buenas noches querido hermanito!
(Osmín sale)
PEDRILLO

¡Buenas noches hermanito,

ya vas bien servido!
(Belmonte entra)
BELMONTE

Pedrillo ¿está aún Constanza aquí?


PEDRILLO

Enseguida vendrá por aquel camino


(entran Constanza y Blonde)
CONSTANZA

¡Belmonte!


BELMONTE

¡Constanza!


CONSTANZA

¿Será posible?

¡Te tengo otra vez entre mis brazos!
N.15 Aria
BELMONTE

Cuando caen las lágrimas de felicidad,

sonríe el amor a los enamorados.

Pues besarlas en las mejillas

es el mejor y mayor premio del amor.
¡Constanza, verte alegre y extasiada

y poder estrecharte contra mi corazón

es un premio que ni siquiera Creso

podría comprar!.


¡Si no nos hubiésemos vuelto a ver,

no podríamos saber

cuanto dolor causa la separación!
Aquí tengo un barco dispuesto

para la medianoche...

¡Cuando todos duerman,

el Amor será nuestro Ángel Guardián!



CONSTANZA

¡Te esperaba!...


PEDRILLO

¿Blondita, cuidado,

manténte atenta!...
BLONDE

¡No te preocupes!

Esta sería la primera aventura

en que una muchacha se duerma...


CONSTANZA

¡Ojalá y todo acabe bien!


BELMONTE

¡Amor nos guiará!


N.16 Cuarteto
CONSTANZA

¡Ah, Belmonte, ah, querido!


BELMONTE

¡Ah, Constanza, ah, querida!


CONSTANZA

¿Es esto posible? ¡Que maravilla!

¡Poder estrecharte contra mi pecho

después de tantos días de sufrir!


BELMONTE

¡Que felicidad haberte encontrado!

Ahora cesarán las preocupaciones.

¡Oh, cómo se alegra mi corazón!


CONSTANZA

¡Mira mis lagrimas de dicha!


BELMONTE

¡Déjame secarlas con mis besos!


CONSTANZA

¡Ojalá que sean las últimas!


BELMONTE

¡Sí! ¡Hoy mismo serás libre!


PEDRILLO

(a Blonde)

¿Blondinita, lo has comprendido?

Todo está preparado para la fuga.

¡Cuando den las doce estaremos ahí!


BLONDE

No te preocupes, no fallará nada.

Contaré los minutos.

Ojalá hubiese llegado ya el momento.


TODOS

¡Por fin brilla el sol de la esperanza

a través del tenebroso firmamento!

¡Llenos de alegría y felicidad,

vemos el fin de nuestro dolor!
BELMONTE

¡Con todo, ay, en plena dicha,

siente mi pecho todavía

preocupaciones ocultas!


CONSTANZA

¿Qué tienes, amado? ¡Habla!

¡Explícate, pronto!

¡Oh, no me ocultes nada!


BELMONTE

Se dice... se dice... que tú...


(Belmonte y Constanza guardan

un silencio angustioso)

CONSTANZA

¿No sigues?


PEDRILLO

(a Blonde)

Pero, Blondinita... ¡Esa escalera!

¿Mereces realmente tanto esfuerzo?

BLONDE

¿Te has vuelto loco, rey de los tontos?

¿No sería mucho mejor que

formularas la pregunta al revés?


PEDRILLO

Pero el señor Osmín...


BLONDE

¡Oigamos esto!


CONSTANZA

¿No quieres aclararme lo que dices?


BELMONTE

Se dice...


PEDRILLO

Pero el señor Osmín...


BELMONTE

... que tú habrías...


PEDRILLO

Pero el señor Osmín...


CONSTANZA

¿No sigues?


BLONDE

¡Oigamos esto!


CONSTANZA

¿No quieres aclararme lo que dices?


BELMONTE

Lo haré. Pero, ¿no te enojarás?

Si recogiendo el rumor

que he oído, me atrevo

temblando, asustado a preguntarte:

¿amas al bajá?


PEDRILLO

(a Blonde)

¿Será cierto acaso que Osmín,

como es muy verosímil,

te ha obligado a amarle

y se ha salido con la suya?

¡Resultarías una mala adquisición!


CONSTANZA

(a Belmonte)

¡Oh, cómo me entristeces!


(llora)
BLONDE

(a Pedrillo)

¡Toma! ¡Ahí tienes mi respuesta!


(propinándole un bofetón)
PEDRILLO

(sujetándose la dolorida mejilla)

Ahora ya lo veo claro


BELMONTE

¡Constanza, ay, perdóname!


BLONDE

(se abalanza sobre Pedrillo)

¡Realmente, tú no me mereces!


CONSTANZA

(gimiendo)

¿Dudas de mi fidelidad?



BLONDE

(a Constanza)

¡Ese sinvergüenza osa

preguntarme si le he sido fiel!
CONSTANZA

(a Blonde)

Alguien dijo a Belmonte

que yo amaba al bajá.
PEDRILLO

(dolorido, a Belmonte)

¡Juro por todos los diablos

que Blonde es honesta!
BELMONTE

(a Pedrillo)

¡Constanza me es fiel,

de eso no hay ninguna duda!
CONSTANZA, BLONDE

¡No toleraremos las dudas

y sospechas que nuestro

honesto proceder despierta

en estos hombres!
BELMONTE, PEDRILLO

¡Si las mujeres protestan

por nuestras dudas,

significa que son fieles

y están libres de todo reproche!
PEDRILLO

Querida Blodinita, ¡perdóname!

¡Más seguro estoy de tu fidelidad

que de mi misma cabeza!


BLONDE

¡No, no puedo consentir que dudes

de que yo pueda tener algo que ver

con ese viejo idiota y necio!


BELMONTE

¡Ah, Constanza, ah, mi amor!

¿Podrías perdonarme que te haya

hecho esa pregunta?


CONSTANZA

Belmonte, ¿cómo es posible?

¿Pudiste creer que alguien

podría robarme el corazón

que tú solo has podido lograr?
PEDRILLO, BELMONTE

¡Por favor, perdóname!


BELMONTE, PEDRILLO

¡Me arrepiento!


CONSTANZA, BLONDE

¡Te perdono por tu arrepentimiento!


TODOS

¡Todo ha pasado!

¡Viva el amor!

Sólo él debe permanecer,

y que nada vuelva a encender

el fuego de los celos.


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