El rapto en el serrallo



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DRITTER AUFZUG

(Platz vor dem Palast des Bassa

Selim. Auf einer Seite der Palast des

Bassa; gegenüber die Wohnung des

Osmin; hinten Aussicht auf das Meer.

Es ist Mitternacht)
BELMONTE

Pedrillo! Pedrillo!


PEDRILLO

Wie gerufen!


BELMONTE

Ist alles fertig?


PEDRILLO

Alles, Jetzt will ich

ein wenig um den Palast

herumspionieren.

Singen Sie indessen eins.

Es ist fast besser,

als wenn man Sie

so still hier fände.


BELMONTE

Laß mich nur machen

und komm bald wieder.
(Pedrillo ab)
N.17 Arie
BELMONTE

O Konstanze, Konstanze!

Wie schlägt mir das Herz!

Ich fürchte und wünsche,

bebe und hoffe.
Ich baue ganz auf deine Stärke,

Vertrau', o Liebe, deiner Macht,

Denn ach! Was wurden nicht für Werke

Schon oft durch dich zu Stand' gebracht?

Was aller Welt unmöglich scheint,

Wird durch die Liebe doch vereint.


(Pedrillo tritt auf)
PEDRILLO

Alles liegt auf dem Ohr;

es ist alles so ruhig,

so stille als den Tag nach der Sintflut.


BELMONTE

Nun, so laß uns sie befrein.

Wo ist die Leiter?
PEDRILLO

Nicht so hitzig.

Ich muß erst das Signal geben.

Gehen Sie dort an die Ecke

und geben Sie wohl acht,

daß wir nicht überrascht werden.


BELMONTE

Zaudre nur nicht!


N.18 Romanze
PEDRILLO

Was mein Herz schlägt!

Nun, so sei es denn gewagt!
In Mohrenland gefangen war

Ein Mädel hübsch und fein;

Sah rot und weiß, war schwarz von Haar,

Seufzt Tag und Nacht und weinte gar,

Wollt' gern getröstet sein.
Da kam aus fremdem Land daher

Ein junger Rittersmann;

Den jammerte das Mädchen sehr,

Ha, rief er, wag' ich Kopf und Ehr',

Wenn ich sie retten kann.
BELMONTE

Mach ein Ende, Pedrillo


PEDRILLO

An mir liegt es nicht,

Daß sie sich noch nich zeigen.

Entweder schlafen sie fester als jemals,

Oder der Bassa ist bei der Hand.

Wir wollen's weiter versuchen.


Ich komm' zu dir in finstrer Nacht,

Laß, Liebchen, husch mich ein!

Ich fürchte weder Schloß nach Wacht,

Holla, horch auf, um Mitternacht

Sollst du erlöset sein.
Gesagt, getan; Glock' zwölf stand

Der tapfre Ritter da;

Sanft reicht sie ihm die weiche Hand,

Früh man die leere Zelle fand;

Fort war sie Hopsasa!
Sie mach auf,

Herr, sie macht auf.


BELMONTE

Konstanze, hier bin ich!

Hurtig die Leiter!

Nur, nun hab ich dich wieder,

nichts soll uns mehr trennen.
KONSTANZE

Wie ängstlich schlägt mein Herz!

Wenn wir nur glücklich entkommen.
PEDRILLO

Nur fort, nicht geplaudert!

Frisch dem Strande zu!

Ich komme gleich nach.


(Belmonte und Konstanze gehen ab)
Blondchen! Blondchen!

Mach auf, ums Himmels willen,

zaudre nicht!

Es ist um Hals und Kragen zu tun.


(Pedrillo ab. Osmin tritt auf)
OSMIN

Gift und Dolch,

was ist das?

Wer kann ins.

Haus steigen' das sind Diebe oder Mörder.
(Pedrillo und Blonde tritt auf)
BLONDE

O Himmel, Pedrillo!

Wir sind verloren!
PEDRILLO

Zurück, nur zurück!


OSMIN

Wart, Spitzbube, du sollst

mir nicht entkommen.

Hilfe! Hilfe! Wache!

Hurtig, hier gibt's Räuber!

Herbei, herbei!

Seh ich recht? Ihr beide!
PEDRILLO

Brüderchen, Brüderchen,

Wirst doch Spaß verstehn?

Ich wollt' dir dein Weibchen

Nur ein wenig spazierenführen,

Weil du heute dazu

Nicht aufgelegt bist.

Du weißt schon

Wegen des Cyperweins.
OSMIN

Schurke!


Hier verstehe ich keinen Spaß!

Dein Kopf muß herunter,

So wahr ich ein Muselmann bin.
(die Wacher, Belmonte und

Konstanze treten auf)
BELMONTE

Schändliche, laß mich!


OSMIN

Sieh da, die Gesellschaft

wird immer stärker.

Hat der Herr Baumeister

auch spazierengehen wollen?

O ihr Spitzbuben!

Schleppt siefort zum Bassa!
BELMONTE

Habt Erbarmen


KONSTANZE

(zu Osmin)

Laß Euch bewegen!


N.19 Arie
OSMIN

Um nichts in der Welt!

Ich habe mir längst so einen

Augenblick gewünscht.


Ha, wie will ich triumphieren,

Wenn sie euch zum Richtplatz führen

und die Hälse schnüren zu!

Hüpfen will ich, lachen, springen

und ein Freudenliedchen singen,

denn nun hab' ich vor euch Ruh.


Ha, wie will ich triumphieren,

Wenn sie euch zum Richtplatz führen

und die Hälse schnüren zu!

Schleicht nur säuberlich und leise,

ihr verdammten Haremsmäuse,

Unser Ohr entdeckt euch schon.


Und eh' ihr uns könnt entspringen,

Seh ich euch in unsern Schlingen,

und erhaschet euren Lohn.

Ha, wie will ich triumphieren,

Wenn sie euch zum Richtplatz führen

und die Hälse schnüren zu!


(die Wacher, Belmonte, Pedrillo,

Blonde und Konstanze gehen ab.

Selim tritt auf)
SELIM

Was gibt's, Osmin, was gibt's?

Was bedeutet der Aufruhr?
OSMIN

Herr, es ist die schändlichste

Verräterei in deinem Palast -
SELIM

Verräterei?


OSMIN

Die niederträchtigen

Christensklaven entführen uns -

die Weiber.

Der große Baumeister,

den du gestern auf Zureden des

Verräters Pedrillo aufnahmst,

hat deine schöne

Konstanze entführt.
SELIM

Konstanze? Entführt?

Ah! Setzt ihnen nach!
OSMIN

O es ist schon dafür gesorgt!

Da bringen sie!
(Konstanze und Belmonte treten auf)
SELIM

Ah, Verräter!

Ist's möglich?

Ha, du heuchlerische Sirene!

War das der Aufschub,

den du begehrtest?


KONSTANZE

Ich bin strafbar in deinen Augen, Herr,

es ist wahr!

Aber es ist mein Geliebter.

Aber schone nur sein Leben -
SELIM

Und du wagst's,

Unverschämte, für ihn zu bitten?
KONSTANZE

Noch mehr:

für ihn zu sterben!
BELMONTE

Ha, Bassa!

Sieh, hier lieg ich zu deinen

Füßen und flehe dein Mitleid an.

Ich bin von einer großen

spanischen Familie,

man wird alles für mich zahlen.

Laß dich bewegen,

bestimme ein Lösegeld

für mich und Konstanze,

so hoch du willst.

Mein Name ist Lostados.


SELIM

Was hör ich!

Der Kommandant von Oran,

Ist er dir bekannt?


BELMONTE

Es ist mein Vater.


SELIM

Dein Vater?

Welch glücklicher Tag.

Wisse, Elender!

Dein Vater entriß mir eine Geliebte,

die ich höher als mein Leben schätzte.

Er brachte mich um Ehrenstellen,

Vermögen, und alles.

er zernichtete mein ganezs Glück.

Und dieses Mannes einzigen

Sohn habe ich nun in meiner Gewalt!

Wäre er an meiner Stelle,

was würde er tun?
BELMONTE

Mein Schicksal würde zu beklagen sein.


SELIM

Das soll es auch sein.

Wie er mit mir verfahren ist,

will ich mit dir verfahren.

Folge mir, Osmin,

ich will dir Befehle

zu ihren Martern geben.
(Selim und Osmin gehen ab)


ACTO TERCERO

(Plaza frente al palacio del bajá

Selim. A un lado se ve la casa de

Osmín. Al fondo, el mar. Entra

Pedrillo con una escalera en la

mano. Es medianoche.)
BELMONTE

¡Pedrillo! Pedrillo!


PEDRILLO

¡Por fin llegáis!


BELMONTE

¿Tienes todo preparado?


PEDRILLO

¡Todo está listo!

Ahora iré a comprobar

los últimos detalles

alrededor del palacio.

Mientras tanto cantad alguna melodía,

pues es mejor que

no esté todo tan silencioso.


BELMONTE

No te preocupes y

vuelve pronto.
(Pedrillo sale)
N. 17 Aria
BELMONTE

¡Oh, Constanza!

¡Cómo me late el corazón!

Temo y deseo,

tiemblo y confío.
Amor, pongo mi fe en tu fortaleza

y mi confianza en tu poder.

¡Pues cuántas obras

se han llevado a cabo con tu ayuda!

¡Lo que es imposible,

se logra a través del amor!


(Pedrillo entra)
PEDRILLO

Todo está tan tranquilo

y calmado como

el día después del Diluvio


BELMONTE

¡Escapemos ya!

¿Dónde está la escalera?
PEDRILLO

¡No vayamos tan rápido,

primero hay que dar la señal!

Id hacia aquella esquina

y tened cuidado

que no os sorprenda nadie.


BELMONTE

¡No te entretengas!


N. 18 Romanza
PEDRILLO

¡Cómo me late el corazón!

¡La suerte está echada!
En tierra mora estaba prisionera

una muchacha hermosa y delicada;

era roja y blanca, y de cabellos negros.

Suspiraba día y noche sin cesar,

porque quería verse libre.
Llegó hasta allí, de un país lejano,

un joven caballero

que compadeciéndose de la muchacha

le gritó: "arriesgaré la cabeza

y el honor para tratar de salvaros".
BELMONTE

¡Termina ya, Pedrillo!


PEDRILLO

Yo no tengo la culpa que aún

No se hayan movido.

O están profundamente dormidas,

O el bajá ronda por allí.

Lo voy a intentar de nuevo.


"Voy hacia ti en la noche oscura;

amada mía, déjame entrar!

No temo ni al castillo ni a la guardia.

¡Escúchame!

A medianoche serás libre".
Dicho y hecho: el reloj dio las doce,

y el valeroso caballero estaba allí.

Suavemente alargó su mano,

pero encontró la celda vacía.

¡Ella ya estaba lejos!
¡Ya abren señor,

ya abren!


BELMONTE

¡Aquí estoy Constanza!

¡Rápido la escalera!

Ahora que volvemos a estar juntos,

ya nadie podrá separarnos.
CONSTANZA

¡Cómo late mi angustiado corazón!

¡Ojalá y todo acabe felizmente!
PEDRILLO

¡Rápido, nada de charlas!

¡Hacia la playa!

Yo os sigo inmediatamente.


(Belmonte y Constanza salen)
¡Blondinita, Blondinita!

¡Por Dios, no te entretengas!

Nos jugamos el cuello

de la ropa y el otro.


(Pedrillo sube. Osmín sale)
OSMÍN

¡Veneno y puñal!

¿Qué significa esta escalera?

¿Quién puede haber subido a la casa?

¡Ladrones o asesinos!
(Pedrillo y Blonde descienden)

BLONDE

¡Cielos, Pedrillo,

estamos perdidos!
PEDRILLO

¡Atrás!
OSMÍN

¡Espera canalla!

¡No escaparás!

¡Socorro, socorro!

¡Guardias, aquí!

¡Ladrones!

¡Aquí, aquí!


PEDRILLO

Hermanito, hermanito

Sin duda que puedes comprender

una broma, ¿verdad?

Sólo quiero ir con esta muchachita

a dar un paseo

pues tú no estás en condiciones...

ya sabes...

a causa del vino de Chipre.
OSMÍN

¡Canalla!

¡Aquí no veo ninguna broma!

Tu cabeza rodará

tan cierto como que soy musulmán
(la guardia trae prisioneros

a Belmonte y Constanza)
BELMONTE

¡Soltadme, soltadme!


OSMÍN

¡Caramba, cada vez está más

concurrida la calle!

¿Quizás el señor arquitecto

también quería ir a dar un paseo?

¡Sinvergüenzas!

¡Llevadlos a presencia del bajá!
BELMONTE

¡Piedad!
CONSTANZA



(a Osmín)

¡Sé bondadoso!


N. 19 Aria
OSMÍN

No esperéis clemencia.

Hace tiempo que esperaba

un momento como este.


¡Ah, cómo voy a triunfar

cuando os lleven al patíbulo

y os pongan el dogal al cuello!

Brincaré, reiré, saltaré y cantaré

una cancioncilla alegre

pues al fin me habréis dejado en paz.


¡Ah, cómo voy a triunfar

cuando os lleven al patíbulo

y os pongan el dogal al cuello!

Os arrastráis silenciosamente

como malditas ratas de harén,

pero mi oído os ha descubierto.


Y antes de que pudieseis huir,

os veis cargados de cadenas

y os voy a dar vuestro merecido.

¡Ah, cómo voy a triunfar

cuando os lleven al patíbulo

y os pongan el dogal al cuello!


(Belmonte, Pedrillo, Blonde y

Constanza salen conducidos por

la guardia. Selim entra)
SELIM

¿Qué sucede, Osmín?

¿Qué es todo este alboroto?
OSMÍN

Señor, una vergonzosa traición

ha tenido lugar en palacio.
SELIM

¿Una traición?


OSMÍN

Esos viles esclavos cristianos,

estaban tratando de raptar

a nuestras mujeres.

Ese gran arquitecto

que ayer contratasteis

por consejo del traidor de Pedrillo

ha querido raptar

a la bella Constanza.
SELIM

¿A Constanza?

¡Que los traigan inmediatamente!
OSMÍN

Ya lo he ordenado.

¡Mirad, ahí los traen!
(Constanza y Belmonte entran)
SELIM

¡Ah, traidor!

¡Será posible!

¿Y tú, sirena hipócrita?

¿Este era el plazo

que necesitabas?


CONSTANZA

Yo soy culpable, señor, lo reconozco;

pero él es mi amado,

mi único amado

y os pido que respetéis su vida...
SELIM

¿Aún osas, ingrata,

interceder por él?
CONSTANZA

Aún más...

¡Daría mi vida por él!
BELMONTE

¡Bajá!


Mi familia es una

de las más importantes y ricas

de España;

y pagará cuanto le pidáis

por nosotros.

Así pues, pide un rescate,

por mí y Constanza,

tan alto como quieras,

y déjanos marchar.

Mi nombre es Lostados


SELIM

¡Qué estoy oyendo!

¿Eres familia

del gobernador de Orán?


BELMONTE

Es mi padre


SELIM

¿Tu padre?

¡Oh, qué día tan feliz!

¡Desgraciado!

Él me arrebató mis bienes,

mi poder y cuanto poseía,

en otras palabras,

me quitó la felicidad

y arruinó por completo mi vida.

¡Y ahora resulta

que el único hijo de ese hombre

está ahora en mi poder!

¿Qué haría él en mi lugar?
BELMONTE

Mi destino sería fatal.


SELIM

¡Y así será!

Igual que se me trató a mí,

serás tú tratado.

Osmín, sígueme

te daré instrucciones

relativas a su martirio.
(Selim y Osmín salen)



N.20 Rezitativ und Duett
BELMONTE

Welch ein Geschick!

O Qual der Seele!

Hat sich denn alles wider

mich verschworen!

Ach, Konstanze!

Durch mich bist du verloren!

Welch eine Pein!


KONSTANZE

Laß, ach Geliebter,

laß dich das nicht quälen.

Was ist der Tod?

Ein Übergang zur Ruh!

Und dann, an deiner Seite,

Ist er Vorgefühl der Seligkeit.
BELMONTE

Engelsseele!

Welch holde Güte!

Du flößest Trost

in mein erschüttert Herz,

Du linderst mir den Todesschmerz

Und ach,

ich reiße dich ins Grab.


Meinetwegen willst du sterben!

Ach, Konstanze!

Darf ich's wagen,

Noch die Augen aufzuschlagen?

Ich bereute dir den Tod!
KONSTANZE

Belmonte,

du stirbst meinetwegen!

Ich nur zogdich ins Verderben

Und ich soll nicht mit dir sterben?

Wonne ist mir dies Gebot!


BEIDE

Edle Seele, dir zu leben

war mein Wunsch und all mein Streben;

Ohne dich ist mir's nur Pein,

Länger auf der Welt zu sein.
BELMONTE

Ich will alles gerne leiden.


KONSTANZE

Ruhig sterb' ich dann mit Freuden,


BEIDE

Weil ich dir zu Seite bin.

Um dich Geliebte(r),

Gäb' ich gern mein Leben hin!

O welche Seligkeit!

Mit dem (der) Geliebten sterben

Ist seliges Entzücken!

Mir wonnevollen Blicken

Verläßt man da die Welt.
(Selim und Osmin treten auf)
SELIM

Nun, Sklave!

Erwartest du dein Urteil?
BELMONTE

Ja, Bassa.

Kühle deine Rache an mir.

Ich erwarte alles.


SELIM

Du belügst dich.

Ich habe deinen Vater viel zu sehr

verabscheut, als daß ich

je in seine Fußstapfen treten könnte.

Nimm deine Freiheit,

nimm Konstanze, segle in dein

Vaterland, sage deinem Vater,

daß du in meiner Gewalt warst,

daß ich dich freigelassen,

um ihm sagen zu können,

es wäre ein weit größer Vergnügen,

Eine erlittene Ungerechtigkeit durch

Wohltaten zu vergelten,

als Laster mit Lastern tilgen.
BELMONTE

Herr! Du setzest mich in Erstauen -


SELIM

Das glaub ich.

Zieh damit hin, und werde du

wenigstens menschlicher als dein Vater.


KONSTANZE

Herr, vergib!

Ich schätzte bisher deine edle Seele,

aber nun bewundere ich -


SELIM

Still! Ich wünsche für die Falschheit,

die Sie an mir begingen,

daß Sie es nie bereuen möchten,

mein Herz ausgeschlagen zu haben.
(Pedrillo und Blonde treten auf)
PEDRILLO

Herr, dürfen wir beiden

Unglücklichen es auch wagen,

um Gnade zu flehen?


OSMIN

Herr, beim Allah!

Keine Gnade!

Er hat schon hundertmal den Tod verdient.


SELIM

Er mag ihn also in seinen

Vaterlande suchen.

Man begleite alle vier an das Schiff.


OSMIN

Wie, meine Blonde

soll er auch mitnehmen?
SELIM

Alter, sind dir deine Augen nicht lieb?

Ich sorge besser für dich,

Als du denkst.


OSMIN

Gift und Dolch!

Ich möchte bersten.
SELIM

Beruhige dich!

Wen man durch Wohltun nicht

für sich gewinnen kann,

den muß man sich vom Halse schaffen.
N.21a Vaudeville
BELMONTE

Nie werd' ich deine Huld verkennen;

Mein Dank sei ewig dir geweiht;

An jedem Ort zu jeder Zeit

Werd' ich dich groß und edel nennen.
ALLE

Wer so viel Huld vergessen kann,

Den seh' man mit Verachtung an!
KONSTANZE

Nie werd' ich im Genuß der Liebe

Vergessen, was der Dank gebeut,

Mein Herz, der Liebe nur geweiht,

Hegt auch dem Dank geweihte Triebe.
ALLE

Wer so viel Huld vergessen kann,

Den seh' man mit Verachtung an!
PEDRILLO

Wenn ich es je vergessen könnte,

Wie nah' ich am Erdrosseln war.

Und all der anderen Gefahr;

Ich lief', als ob der Kopf mir brennte.
ALLE

Wer so viel Huld vergessen kann,

Den seh' man mit Verachtung an!
BLONDE

Herr Bassa,

ich sag' recht mit Freuden

Viel Dank für

Kost und Lagerstroh.

Doch bin ich recht von Herzen froh,

Daß man mich läßt von dannen scheiden.
(zu Osmin)
Osmin, das Schicksal will es so,

Ich muß von dir auf ewig schneiden.

Wer so wie du nur zanken kann,

Den sieht man mit Verachtung an!


OSMIN

Verbrenne sollte man die Hunde,

Die uns so schändlich hintergehn,

Es ist nicht länger anzusehn.

Mir stockt die Zunge fast im Munde,

Um ihren Lohn zu ordnen an:

Erst geköpft,

dann gehangen,

dann gespießt

auf heiße Stangen;

dann verbrannt,

dann gebunden,

und getaucht;

zuletzt geschunden.


(Er läuft voll Wut ab)
KONSTANZE, BELMONTE, BLONDE, PEDRILLO

Nichts ist so häßlich als die Rache;

Hingegen menschlich gütig sein,

Und ohne Eigennutz verzeihn,

Ist nur der großen Seelen Sache!

Wer dieses nicht erkennen kann,

Den seh' man mit Verachtung an!
N.21b Chor der Janitscharen
CHOR

Bassa Selim lebe lange,

Ehre sei sein Eigentum!

Seine holde Scheitel prange

Voll von Jubel, voll von Ruhm.



N. 20 Recitativo y aria
BELMONTE

¡Que trágico destino!

¡Oh, tormento del alma!

¿Se habrá conjurado todo

de nuevo contra mi?

¡Ah, Constanza,

por mi culpa estás perdida!

¡Que dolor!


CONSTANZA

Querido, no dejes

que esto te atormente.

¿Qué es la muerte?

¡Un paso hacia el descanso!

Y eso a tu lado, constituye

un anticipo de la felicidad.
BELMONTE

¡Oh, ángel mío!

¡Que inocente bondad!

Tú infundes confianza

en mi estremecido corazón.

Tú alivias mi dolor mortal.

Pero...

¡Soy yo quien te lleva a la tumba.


Por mi culpa has de morir.

Ah, Constanza,

¿puedo atreverme

a mirarte con estos ojos?

¡Te estoy preparando la muerte!
CONSTANZA

¡Belmonte!

¡También tú mueres por mi causa!

Sólo yo te conduje a la perdición.

¿Y no quieres que yo muera contigo?

¡Feliz soy ante esa orden!


AMBOS

Alma noble, vivir para ti era mi deseo

y toda mi ambición;

permanecer sin ti en el mundo,

sólo sería dolor.
BELMONTE

¡Con gusto lo sufriré todo!


CONSTANZA

Muero en paz y felicidad...


AMBOS

...por estar a tu lado.

¡Doy con gusto mi vida!

¡Por ti, amado/a!

¡Oh, que felicidad!

¡Morir con mi amor!

¡Oh, feliz destino!

¡Con miradas llenas de felicidad

abandonaremos este mundo!
(entran Selim y Osmín)
SELIM

¡Y bien, esclavo!

¿esperas tu sentencia?
BELMONTE

Sí, bajá.

Sacia tu odio conmigo.

Estoy dispuesto a todo.


SELIM

¡Te equivocas!

No seré yo tan despreciable

como tu padre.

No soy tan pérfido

como para saciar mi odio

sobre un hombre indefenso.

Eres libre.

Conduce a Constanza a tu patria

y dile a tu padre, que te tuve

en mi poder y te dejé marchar.

Es una satisfacción pagar

una injusticia sufrida

con un acto generoso

que pagar un crimen con otro crimen.
BELMONTE

¡Señor, estoy asombrado!...


SELIM

Lo creo.


Márchate y sé al menos

más humano que tu padre.


CONSTANZA

¡Señor, te pido perdón!

Sabía que tenías un alma noble,

pero ahora estoy maravillada...


SELIM

¿Silencio!

Reconoce al menos tus mentiras

y lamenta el daño

que has infringido a mi corazón..
(Pedrillo y Blonde entran)
PEDRILLO

Señor humildemente,

nosotros, dos infelices,

nos atrevemos a pedirte clemencia.


OSMÍN

¡Señor, por Alá!

¡Nada de perdón!

¡Se merecen cien muertes!



SELIM

Pues que la encuentren

en su patria.

¡Llevad a los cuatro al barco!


OSMÍN

¿Cómo?


¿Se va a marchar mi Blonde?
SELIM

¿No te das cuenta, viejo?

Me preocupo yo más por ti

que tú mismo.


OSMÍN

¡Veneno y puñal!

Creo que voy a reventar.
SELIM

¡Cálmate!

Lo que no puedas conseguir

mediante la bondad,

es mejor dejarlo correr...
N.21 a Vaudeville
BELMONTE

Jamás olvidaré vuestra bondad,

y mi agradecimiento será eterno.

En todo lugar y a todas horas

os llamaré grande y noble.
TODOS

¡Quien pueda olvidar tanta bondad

merece ser mirado con desprecio!
CONSTANZA

Ni yo, gozando del amor, olvidaré

el agradecimiento que os debo.

Mi corazón enamorado

sabe también lo que es gratitud.
TODOS

¡Quien pueda olvidar tanta bondad

merece ser mirado con desprecio!
PEDRILLO

Si pudiera olvidar que cerca estuve

de la horca y todos los demás peligros

será que vivo como si

la cabeza me ardiese.
TODOS

¡Quien pueda olvidar tanta bondad

merece ser mirado con desprecio!
BLONDE

Señor,


he visto vuestra justicia con alegría.

Muchas gracias por vuestro

alojamiento y gasto.

Pues estoy verdaderamente contenta

de que me permitáis separarme de ése.
(a Osmín)
Osmín, el destino lo ha querido,

debemos separarnos para siempre.

Quien como tú sólo sabe reñir,

sólo merece ser tratado con desprecio


OSMÍN

Deberíamos quemar a esos perros,

que tan vilmente nos han engañado.

No deberíamos demorarnos más.

Tengo ya pegada la lengua

de tanto ordenar su castigo.

Primero decapitados,

luego colgados y empalados

en una vara ardiente;

luego quemados,

luego atados

y zambullidos

y finalmente,

descuartizados.


(sale corriendo furioso)
CONSTANZA, BELMONTE, BLONDE, PEDRILLO

No hay nada tan odioso como la ira.

Ser bueno y humano,

evitando todo genero de egoísmo,

es propio de un alma noble.

Quien no pueda reconocer tal cosa

merece ser tratado con desprecio.
N.21 b Coro de Jenízaros
CORO

Viva largo tiempo el Bajá Selim,

y el honor sea patrimonio suyo.

Su noble corona brille

llena de júbilo, llena de fama.

KAREOL


http://personal1.iddeo.es/ealmagro/kareol/index.htm
Agradecimiento a Paco Almagro.
WEB LA OPERA, 2000
www.weblaopera.com
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